Comics zur Friedlichen Revolution
Jugendliche interessierten sich nicht für Geschichte, heißt es häufig.
Dieses pauschale Urteil hält der Praxis nicht stand. Vielmehr eignen sich Schülerinnen
und Schüler zurückliegende Zeiten durch die Linse ihrer eigenen Erfahrungen und
Lebenswelt an. Im Projekt „Comics zur Friedlichen Revolution“ konnten sie eigene
Bezüge zum Umbruchsjahr 1989 herstellen und ihre Lesarten der Vergangenheit in
einer zeitgemäßen Bildsprache darstellen.
Enttäuschung, von Flucht und Verrat versammelt. Einige haben einen eher
dokumentarischen Charakter, einige sind eher plakativ gehalten. Sie verknüpfen das
erlernte Wissen über den revolutionären Umbruch 1989 mit eigenen Erfahrungen
und medialen Prägungen.
Dieser Transfer ist dabei – auch mit seinen kleineren Ungenauigkeiten und Vereinfachungen – nicht ahistorisch. Wahrnehmungen aus dem Alltag werden zu Anknüpfungspunkten und Zugängen in die Vergangenheit.
In diesem Sinne soll dieses Comic-Heft ein erster Einstieg sein in die Geschichte
der DDR und ihres revolutionären Endes 1989/90.
Heftgestaltung